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Mehrsprachigkeit im Alltag stärken

Mehrsprachigkeit im Alltag stärken

Als weiteren Baustein innerhalb des Sprachförderprogramms Sagʹ mal was hat die Baden-Württemberg Stiftung die Initiative „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit in Kinder- und Familienzentren stärken“ ins Leben gerufen. Neben sprachfördernden Angeboten für Eltern und Familien soll ein aktives Sprachfördernetzwerk aufgebaut werden. Für dieses Vorhaben hat die Stiftung vier Einrichtungen in Baden-Württemberg ausgewählt, darunter eine in Heilbronn.

Stuttgart, 2. November 2016 – Als konsequente Weiterentwicklung im Bereich der frühkindlichen Sprachförderung konzentriert sich die Baden-Württemberg Stiftung mit einer neuen Projektinitiative auf Kinder- und Familienzentren. Christoph Dahl, Geschäftsführer der Baden-Württemberg Stiftung, betont die Relevanz des neuen sprachlichen Bildungsbausteins: „Nachdem wir das Programm Sag‘ mal was über 13 Jahre hinweg erfolgreich etabliert und weiterentwickelt haben, ist der nächste Schritt, die wertvolle Ressource Mehrsprachigkeit auch im Alltag zu stärken.“ Auf den Spracherwerb wirkt sich positiv aus, wenn die Muttersprache wertgeschätzt und gefördert wird. Denn eine gut ausgebildete Erstsprache ist eine gute Voraussetzung, um Zweit- und Drittsprachen erfolgreich lernen zu können. Um Mehrsprachigkeit im sozialen Raum zu stärken, eignen sich Kinder- und Familienzentren als Ausgangspunkt besonders. Sie sind nicht nur Anlaufstelle und sozialer Treffpunkt im Viertel, sondern sie bieten Eltern und Familien leicht zugängliche Bildungs- und Beratungsangebote. Das Projekt „Sprachentwicklung und Mehrsprachigkeit in Kinder- und Familienzentren stärken“ zielt darauf ab, dass Eltern und Familien unabhängig von ihrer Herkunft, Sprache, Bildung oder ihrem sozialen Status Angebote wie das „Internationale Frühstück“ in Heilbronn wahrnehmen. Der interdisziplinäre Ansatz trägt dazu bei, die Erziehungs- und Bildungspartnerschaft zwischen den Einrichtungen und den Eltern auszubauen und zu optimieren.

Sprachbarrieren gemeinsam überwinden

Über das Programmangebot hinaus knüpfen die Kinder- und Familienzentren ein Netzwerk, das mehrsprachige Dienstleister, wie z.B. einen türkisch sprechenden Kinderarzt oder eine spanischsprachige Logopädin, zusammen bringt. Eltern und Familien erhalten so die Möglichkeit, bei alltäglichen Erledigungen in ihrer Erstsprache zu kommunizieren. Die Integration der Mehrsprachigkeit in den Alltag macht Verständigung nicht nur einfacher, sondern auch selbstverständlicher. Mit Beginn des neuen Kindergartenjahres 2016/2017 starten vier ausgewählte Einrichtungen in Freiburg, Heilbronn, Ludwigsburg und Mannheim für eine Laufzeit von drei Jahren. Über diesen Zeitraum hinweg findet eine wissenschaftliche Begleitung durch die Pädagogische Hochschule Weingarten statt. Die Projekte werden von der Baden-Württemberg Stiftung mit jeweils bis zu 50.000 Euro gefördert.

Projekt aus Heilbronn fördert Mehrsprachigkeit über das Frühstück

Jeden Mittwochmorgen veranstaltet das Familienzentrum Schillerstraße in Heilbronn das „Internationale Frühstück“. Sowohl Eltern und Kinder, als auch Interessierte aus dem Sozialraum sind dazu eingeladen, ein für ihre Heimat charakteristisches Frühstück mitzubringen. „Von typisch schwäbisch über bayrisch bis hin zu rumänisch, ungarisch oder pakistanisch - hier im KiFaz durften wir schon diverse Frühstückstraditionen verkosten“, berichtet die Sprachexpertin Lisa Eichner. Die Besonderheit des Heilbronner Konzepts besteht darin, dass eine ausgebildete und vom Bundesministerium eingesetzte Fachkraft für die Koordination und Umsetzung der Sprachfördermaßnahmen vor Ort verantwortlich ist. Die Ansprechperson sensibilisiert das Team für das Themenfeld der Mehrsprachigkeit und den feinfühligen Umgang in der Praxis. Darüber hinaus agiert sie auch als proaktive Vermittlungsinstanz zwischen Familienzentrum und Sozialraum. Beispielsweise knüpft die Sprachexpertin Erstkontakte mit Ärzten und Dolmetschern, leitet Kooperationsprogramme mit Kulturvereinen in die Wege, koordiniert Besuche in der Stadtbibliothek oder vernetzt ein- und mehrsprachige Familien miteinander. Ansprechpartnerin für das Heilbronner Projekt ist Martina Werz (Tel. 071 31 – 6 44 14 08 / kiga.habakuk@kitahn.de).

Mehr Informationen über das Projekt erhalten Sie hier: http://bit.ly/2cxEeCR

Stiftungsprofil:

Die Baden-Württemberg Stiftung setzt sich für ein lebendiges und lebenswertes Baden-Württemberg ein. Sie ebnet den Weg für Spitzenforschung, vielfältige Bildungs-maßnahmen und den verantwortungsbewussten Umgang mit unseren Mitmenschen. Die Baden-Württemberg Stiftung ist eine der großen operativen Stiftungen in Deutschland. Sie ist die einzige, die ausschließlich und überparteilich in die Zukunft Baden-Württembergs investiert – und damit in die Zukunft seiner Bürgerinnen und Bürger. www.bwstiftung.de

 

Medienkontakt
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Nadia Heide
Junior Referentin Stabsstelle Kommunikation
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