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Potenziale im Abwasser erkannt

22.03.2017 Die Baden-Württemberg Stiftung unterstützt zwei Projekte, die wertvolle Stoffe aus dem Abwasser nutzbar machen

Potenziale im Abwasser erkannt

Ob es um das Recycling kostbarer Phosphate geht oder darum, aus unserem Abwasser Energie zu gewinnen - die Stiftung fördert zwei Projekte, die sich dem Wertstoff Abwasser widmen und sogar zu Patentanmeldungen geführt haben.

Stuttgart, 22. März 2017 – Wie wichtig Wasser als Lebensmittel und Ressource ist, führt uns der heutige Weltwassertag vor Augen. Zugleich sind Leitungs- und Abwasser in unserer Gesellschaft wenig geschätzte Stoffe – zu Unrecht.

Fischen nach Phosphaten

Wissenschaftler aus Stuttgart, Karlsruhe und Würzburg haben das Verfahren SuPaPhos entwickelt, mit dem sich die lebenswichtige Substanz Phosphor aus dem Abwasser rückgewinnen lässt. Dabei kommen speziell beschichtete Komposit-Partikel zum Einsatz, die wie chemische Magnete funktionieren und bis zu 90 Prozent der wertvollen Phosphate direkt aus dem Abwasser herausfischen. Das Verfahren wurde Ende 2016 weltweit zum Patent „Particle for recovering an anion from an aqueous solution“ angemeldet. Phosphat ist für alle Lebewesen ein essenzieller Nährstoff. Die weltweiten Reserven sind jedoch endlich, wobei der Bedarf bei wachsender Weltbevölkerung und steigendem Nahrungsbedarf stetig ansteigt und sich in den letzten 25 Jahren nahezu verdoppelt hat.

Beim Projekt arbeiten das Institut für Arbeitswissenschaft und Technologiemanagement (IAT) der Universität Stuttgart, das Institut für Funktionelle Grenzflächen (IFG) und Kompetenzzentrum für Materialfeuchte (CMM) des Karlsruher Institut für Technologie (KIT) sowie das Fraunhofer Institut für Silicatforschung (ISC) in Würzburg zusammen.

Von der Toilette in die Steckdose

Die Doktorandin Joana Madjarov vom Institut für Mikrosystemtechnik der Uni Freiburg hat im vergangenen Jahr mit ihrem Vortrag „Töpfchen mit Köpfchen“ den Science Slam der Stiftung gewonnen. Auch sie widmet ihre Arbeit dem Thema Abwasser-Aufbereitung und hat dabei ein neuartiges mikrobielles Verfahren entwickelt, das exoelektrogene Bakterien nutzt, um Energie aus Abwasser zu gewinnen. Diese speziellen Mikroorganismen können Elektronen auf die Anode einer mikrobiellen Brennstoffzelle übertragen und erzeugen so Energie. Bei Madjarovs Methode wird das Anodenmaterial zusätzlich als Bakterienfilter genutzt. Zukünftig sollen dadurch Stromerzeugung und Abwasserfiltration simultan möglich sein.

Die Baden-Württemberg Stiftung hat das Projekt „RePower Mikrobielle Brennstoffzellen: innovative Ansätze und Technologien für die regenerative Elektrizitätsgewinnung aus Abwasser“ im Rahmen des Forschungsprogramms Umwelttechnologieforschung  von 2010 bis 2013 gefördert.  Daraus ist das Patent „Integration MFC in MBR“ hervorgegangen.

 

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Cornelia Zeiger
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