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Der Feinmotorik wird in der Forschung in jüngster Vergangenheit eine zunehmende  Bedeutung zugeschrieben. Der US-amerikanische Neurologe Frank R. Wilson stellt die Heranbildung der Hand im Laufe der Evolution als einen entscheidenden Faktor für die Ausbildung des Gehirns sowie der geistigen Fähigkeiten des Menschen heraus. Er betont die enge Verflechtung von Hand und Denken, den bereits die Reformpädagogin Maria Montessori zu erkennen glaubte: „Die Hände sind das Werkzeug menschlicher Intelligenz“.

Auch Erkenntnisse aus der Neurophysiologie und Psychologie betonen die Be­deutung eines sinnvollen, fähigen Gebrauchs der Finger für die Entwicklung des Verstandes. Der US-ameri­ka­ni­sche Erziehungswissenschaftler Howard Gardner bemerkt, dass „Psy­cho­logen in den letzten Jahren eine enge Beziehung zwischen dem Gebrauch des Körpers und der Entwicklung anderer kog­nitiver Kräfte entdeckt“ haben. Der Haptik-For­scher und Leiter des EEG-Forschungs­labors in Leipzig, Martin Grunwald, kritisiert den Einzug von Computern in Kindergärten, denn „wir sind haptische Wesen, die ein Bedürfnis nach Interaktion mit der Umwelt haben“. Kinder werden demnach durch das Anfassen der Gegenstände zum Nachdenken angeregt, nicht aber durch die rein mediale Erfahrung der Dinge.

Aber nicht nur die Hände spielen eine entscheidende Rolle beim Lernerfolg und bei der Entwicklung. Die Neurowissenschaftlerinnen Dr. Katharina von Kriegstein und Katja Paasche fan­­den in einer Studie heraus, dass das Gehirn leichter lernt, wenn mehrere Sinne angespro­chen werden. Durch die Berührung natürlicher Objekte können Kinder demnach komplexe Denk­muster entwickeln, die im weiteren Leben helfen können, abstrakte Inhalte zu verstehen und sich Sachverhalte einzuprägen. Vor diesem Hintergrund ist es naheliegend, dass der Entwicklung ausgeprägter feinmotorischer Fähig­keiten auch in Bildungseinrichtungen eine besondere Rolle zukommt. An dieser Stelle setzen die Stiftung Kinderland Baden-Württemberg und die Wiedeking Stiftung Stuttgart mit dem neuen Programm Die Zukunft in die Hand nehmen – Innovative Werk!statt für Kinder und Jugendliche an.

Im Rahmen des Programms Die Zukunft in die Hand nehmen - Innovative Werk!statt für Kinder und Jugendliche sollen innovative Modellprojekte gefördert werden, die Kindern und Jugendlichen ermöglichen, ihre feinmotorischen und handwerklichen Fähigkeiten auszubilden. Bei den handwerklichen Tätigkeiten soll vor allem der Gestaltungsaspekt im Vordergrund stehen. Kindern und Jugendlichen soll ermöglicht werden, Projekte mit nachhaltigen Ergebnissen zu realisieren und/oder schöpferisch tätig zu werden, um so das Gefühl von Selbst­wirksamkeit erleben zu können. Das Interesse und die Neugier am Basteln und Werken soll gleichzeitig wichtige Grundsteine für das analytische Denkvermögen legen und richtet. Es richtet sich an Kinder und Jugendliche im Alter von 6 bis 16 Jahren.

Das Programm wird wissenschaftlich begleitet. Ziel der Evaluation ist die Erstellung einer Handreichung, die einen Überblick ermöglicht, welche Projekte geeignet sind, das Interesse und die Neugier von Kindern und Jugendlichen an handwerklicher Beschäftigung, aber auch an MINT-Themen allgemein zu wecken.

 

 

Ein fachlich besetztes Gremium begutachtet die Anträge im Auftrag der Stiftung Kinderland und spricht im April 2018 eine Empfehlung an die Stiftung Kinderland aus. Die Entscheidung über die Anträge liegt bei der Stiftung Kinderland und der Wiedeking Stiftung Stuttgart.

Die Antragsteller werden von der Stiftung Kinderland unaufgefordert Ende April 2018 über die Entscheidung unterrichtet. Ein Rechtsanspruch auf Berücksichtigung eines Antrags besteht nicht; die Entscheidung der Stiftung Kinderland und die Wiedeking Stiftung Stuttgart muss nicht begründet werden.